Die Palindrum Methode
Regeln und Parameter
Ein wichtiges Element bei Palindrum ist der Spielfluss. Rhythmus ist etwas Rundes, das sich immer weiterbewegt. Das Palindrum Instrument bietet mit der Anordnung seiner Bereiche eine visuelle Übersicht. Von einem Ton zum andern bewegen sich die Stöcke in Bewegungsformen, hin und zurück oder rundherum.
Diese und andere Regeln sind Empfehlungen von Philipp Läng, der ein Regelwerk und eine grafische Notation für Palindrum entwickelt hat. Regeln grenzen die Möglichkeiten des Spiels zwar ein, gewähren aber auch eine selbsterklärende Übersicht. Die Spielmöglichkeiten sind auch so riesengross. Mit verschiedenen Parametern ist die Grundstruktur des Palindrum Spiels erweiterbar.
Auf dem Instrument wird mit Stöcken gespielt. Grundsätzlich spielt man immer alternierend, d.h. Rechts Links Rechts Links usw. Zum Üben einer neuen Figur oder in grösseren Gruppen mit Kindern kann auch gleichzeitig mit beiden Händen gespielt werden.
Regel: Starke HandSpielt man abwechslungsweise, beginnt man eine Bewegungs-Form mit der «Starken Hand», also Rechtshänderinnen Rechts und Linkshänder Links.
Regel: Ein Schlag pro BereichWerden Figuren über mehrere Bereiche gespielt, so gilt die Regel: Nie zweimal hintereinander auf den selben Bereich schlagen (wie bei jeder Regel gibt es wenige Ausnahmen...).
Regel: NotationDie grafische Notation wurde entwickelt von Philipp Läng. Sie entspricht genau dem Instrument, auf der Notation kann also auch gespielt werden. Mit möglichst wenig Zeichen auszukommen war das Ziel. Aus der Notation haben sich 192 «offizielle» Palindrum Figuren ergeben.
Parameter: BewegungsformenBeim Spielen bewegen sich die Stöcke über die verschiedenen Bereiche des Palindrum Instrumentes. Diese «zeichnerischen» Bewegungen heissen Bewegungs-Formen.
Es gibt Punkte, Linien, Kreise, Winkel, Hufeisen usw.
Eine Bewegungsform klingt anders, je nachdem bei welchem Bereich die Figur ihren Anfangsschlag hat. Jede Form hat somit gleichviele Startmöglichkeiten wie die Anzahl gespielter Bereiche.
Parameter: Zahlen und VerhältnisseZu jeder Bewegungs-Form gehört eine Ziffer. Diese entspricht der Anzahl gespielter Bereiche vom ersten bis zum letzten gespielten Bereich der Form. Schreibt man die Ziffern der Linken und Rechten Hand nebeneinander, entstehen zweistellige Zahlen.
Beispiel:
Links wird eine Linie gespielt über zwei Bereiche = 2
Rechts wird ein Kreis gespielt über 4 Bereiche = 4
Beide zusammen ergeben die Zahl 2 4
(Da immer mit der Starken Hand begonnen wird, ergeben sich aus dieser Zahl zwei unterschiedliche Grooves. Das heisst, wollen Linkshänder und Rechtshänderinnen dasselbe spielen, müssen sie die Zahlen jeweils umdrehen.(
Gespielt wird entweder in einer regelmässigen Abfolge von rechter und linker Hand das kann « geradeaus » benennt werden, oder einer phrasierten Bewegung. Am einfachsten zu erfassen ist dies mit dem Rhythmus entsprechenden Worten, «Louffà», «Umerenne», «Gumpà» usw.